Rassebeschreibung - Der Bearded Collie aus der Sicht eines Halters


Allgemeines Erscheinungsbild:
Flokati-ähnlicher Anblick beim trockenen, sauberen Tier.
Hin und wieder ist es nicht ganz einfach, vorne und hinten zu finden.
Dieses Problem lässt sich leicht unter Zuhilfenahme eines Leckerlis lösen, welches man
auf der flachen Hand in Richtung des Fellknäuls hält. Die Seite des Hundes, die sich dem
Leckerli zuwendet, ist meistens "vorne". Absoluter Verlass ist aber nicht darauf!
Auf die Beschreibung des Erscheinungsbildes eines nassen, verschlammten Beardies wird hier
aus ethischen Gründen verzichtet.

Charakteristik:
Kann ohne weiteres mehrere Stunden dösend im Garten zubringen, wobei der Liegeplatz hin und wieder
gewechselt wird. Wird schlagartig aktiv, wenn sich ein zweibeiniges Rudelmitglied die Jacke
anzieht. Sollte das Tier zu der Annahme kommen, jemand will das Haus ohne Hundebegleitung
verlassen, wird der Empörung mit lautem Gebell Ausdruck verliehen.
Ähnliche spontane Aktivität ist zu beobachten, wenn das quietschende Scharnier des Leckerlischranks
vernommen wird. In diesem Fall verlässt der Bearded Collie ruckartig seine Liegestätte,
um nach dem Rechten zu sehen.

Wesen:
Mag alle Menschen, die ihn mögen und die, die ihn nicht so sehr mögen, zum Ausgleich aber
Leckerlis bereithalten. Vorsicht: Wenn ein Beardie einen Menschen mag, dann greift er ihn
rücksichtslos an, indem er versucht, ihm durchs Gesicht zu lecken und ihm (in extremen Situationen)
in die Nase zwickt.

Kopf und Schädel:
Ein eigener Kopf ist unbedingt vorhanden. Immer wieder versucht der Beardie, diesen durchzusetzen.
Da der Beardie dies stets mit einer kaum zu glaubenden Raffinesse probiert, gelingt es ihm sehr
häufig, seine Menschen genau das tun zu lassen, was er will.

Augen:
Zwei, an der Vorderseite des Kopfes.
Der Ausdruck der Augen fällt unter das Betäubungsmittelgesetz und macht schon beim ersten Anblick
süchtig. Schauen Sie NIEMALS einem Beardie in die Augen, wenn Sie eigentlich einen anderen Hund wollen!

Ohren:
Zwei, seitlich des Kopfes angeordnet.
Hören im Allgemeinen genau das, was sie hören wollen.
Sollten ungewollte Schallwellen das Ohr erreichen, so werden diese erstmal ignoriert.
Ausnahme:
Diese Schallwellen kommen aus der Richtung und dem Mund desjenigen, der meint, der Chef zu sein.
In diesem Fall könnte es sein, dass der Beardie auch diesen akustischen Informationen Folge leistet.
Verlassen sollten Sie sich aber nicht unbedingt darauf!

Fang/Gebiss:
Dient zur Aufnahme von Nahrung und Leckerlis. Außerdem wird der Fang zur Wasseraufnahme verwendet,
gerne das frische Quellwasser aus der Toilette. Das Gebiss kommt zum Einsatz, wenn der Hütetrieb
erwacht ist. Rudelmitglieder (egal, ob zwei- oder vierbeinig), welche sich bei Spaziergängen zu weit
von der Herde entfernen, werden unter Zuhilfenahme des Gebisses in die Region des verlängerten
Rückgrates gezwickt, wenn der Beardie der Meinung ist, dass sie zur Herde aufschließen sollten!

Hals:
Dient der Verbindung von Körper und Kopf.
Ist in der Länge variabel und dehnt sich, wenn Kuchen auf dem Küchentisch steht.

Vorderhand:
Dient zur Abstützung des Hundes auf den Schultern einer zu begrüßenden Person.
Der Beardie macht hier keinen Unterschied zwischen T-Shirt-bedeckten Schultern und Chanel-Modellkleid-bedeckten Schultern. Dies gilt insbesondere bei der Begrüßung von Personen nach der Rückkehr von einem Spaziergang über morastige Waldwege.

Hinterhand:
Dient dem Hund grundsätzlich dazu, seine Größe dem zu erreichenden Objekt anzupassen.

Pfoten:
Werden benutzt, um Türen zu öffnen, Beschwichtigungssignale auszusenden ("Jaja, hast ja recht !") und
erbeutete Gegenstände während des Zerkauens zu halten. Man nimmt an, dass der Beardie irgendwann
einen Daumen ausbilden wird.

Rute:
Wird verwendet, um während des Spaziergangs anzuzeigen "Hey, jetzt ist Tango, hier komme ich!".
Wird dabei sehr hoch getragen und erst zwischen die Hinterhand geklemmt, wenn es wirklich brenzlig
wird. Innerhalb des Hauses wird die Rute dazu verwendet, Gläser, Salzstangen, Zeitschriften und
ähnliches vom Couchtisch zu fegen.

Gang / Bewegung:
Ständig die Seiten wechselnd mit der Nase dicht am Boden. Hierbei werden die befellten Ohren dazu
verwendet, Fundstücke zur späteren Analyse aufzunehmen.

Haarkleid:
Unglaublich. Wie kann man nur soooo viele Haare haben ? Der Beardie laedt seinen Besitzer dazu ein,
allabendlich Expeditionen ins Fellreich zu unternehmen, um die Fundstücke des Tages zu entdecken.
Gerüchteweise versteckte ein Beardie die Brieftasche seines Halters über viele Jahre unentdeckt
im Brustfell.

Farbe:
Abgesehen von den vier natürlichen Grundfarben des Beardies sind zeitweise sämtliche
Farbvarianten möglich. Nach dem Duschen wird die natürliche Farbe des Tieres wieder sichtbar.

Grösse / Gewicht:
Der Beardie ist in der Lage, Grösse und Gewicht jederzeit den Anforderungen anzupassen. Wenn es gilt,
einen Kuchen vom Küchentisch zu kosten, so macht der Beardie sich leicht wie eine Feder und groß
wie ein Leonberger. Das Gewicht des Leonbergers behält er allerdings auch bei, wenn er sich ins
Auto heben lassen soll.

Fehler:
Keine bekannt

 

freundlicherweise zur Verfügung gestellt von thobee
(c) thobee

vun lütje stroom Bearded Collies

64372 Ober-Ramstadt